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Unfallvermeidung durch Reibwertprognosen

Lupe [1]

Motivation

Aus Sicht der sicheren Längs- und Querführung eines Pkw ist die möglichst exakte Kenntnis des momentanen Reibwertpotentials zwischen Reifen und Fahrbahn von Bedeutung. Dies gilt umso mehr für zukünftige, hochautomatisierte Fahrzeuge, deren Regelstrategien auf diesem Wissen beruhen. Unfallanalysen zeigen, dass Glätte insbesondere immer dann ein Risiko darstellt, wenn sie unvorhersehbar auftritt. Bei den daraus resultierenden Unfällen ist die Gefahr von tödlichen Verletzungen um den Faktor 2,7 gegenüber dem Gesamtunfallgeschehen erhöht. Im Rahmen dieses Projekts, welches von der Forschungsvereinigung Automobiltechnik (FAT) gefördert wird, soll untersucht werden, inwiefern es mit bereits jetzt vorhandener Sensorik am Fahrzeug und in der Umgebung möglich ist, den Reibwert zu schätzen.

Ziele

Als Zielsetzung in diesem Projekt steht zum einen die Entwicklung eines Schätzverfahrens, welches das momentan maximale Reibwertpotential möglichst genau vorhersagen kann. Dabei stellt insbesondere die Zwischenschicht (Bereich zwischen Reifen und Fahrbahn) eine besondere Herausforderung dar.

Die Durchführung von umfangreichen Testbremsungen ist dabei notwendige Datengrundlage zur Entwicklung des Schätzmodells und wichtiges Projektergebnis zugleich. Auf der daraus entstehenden Datenbank können auch für zukünftige Projekte wertvolle Aussagen zum Reibwert in Abhängigkeit wesentlicher Einflussparameter gewonnen werden.

 

Vorgehensweise

Das Projekt gliedert sich im Wesentlichen in drei Teile:

  • Untersuchung des Unfallgeschehens durch Glätte

    In diesem Projektteil werden sowohl die Daten des statistischen Bundesamtes (DESTATIS) als auch Unfalldaten der German In-Depth Accident Study (GIDAS) analysiert.

  • Durchführung von Bremstests unter Realbedingungen

    Auf einer definierten Messstrecke in Berlin und Brandenburg werden an festgelegten Bremspunkten Bremstests durchgeführt. Dabei werden unter allen vorstellenbaren klimatischen Bedingungen alle relevanten Daten erhoben, die auf den Reibwert einen Einfluss haben. Im Laufe des Projekts wird diese Datenbank auf etwa 2000 Datensätze anwachsen.

  • Entwicklung eines Schätzmodells

    Auf Basis der durchgeführten Bremstests wird ein Schätzmodell erarbeitet, welches unter Berücksichtigung aller wesentlichen Einflussparameter das aktuelle maximale Reibwertpotential vorhersagt.

Zeitraum

Juni 2014 bis Januar 2016

Ansprechpartner

Dr.-Ing. Gerd Müller
030 314 72 996
TIB 13
Raum 346
E-Mail-Anfrage [2]
Webseite [3]
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